Die geistige Mitte unserer Schule finden wir im biblischen Menschenbild, wie es im Licht des Evangeliums zur Geltung kommt.
Der Mensch verdankt sein Leben nicht sich selbst, sondern er hat es von Gott geschenkt bekommen. Sich von Gott geborgen zu wissen, erschließt ihm eine religiöse Tiefendimension für sein Leben (Psalm 139). In dieser Geborgenheit, die durch die Eltern, aber auch durch die Schulgemeinschaft vermittelt werden soll, kann er sich in Freiheit entwickeln und christlichen Glauben erfahren. Aus solcher Gewissheit wächst Festigkeit in der eigenen Person, aber auch Dankbarkeit, Vertrauen, Achtung und Ehrfurcht vor allem Leben.
Der Mensch ist Geschöpf Gottes (1. Mose 1,27). Er trägt Gottes
Bild in sich. Dies begründet seine Würde. Es heißt auch, dass er grundsätzlich mit schöpferischen Fähigkeiten begabt ist sowie mit einer „für Weisheit und Gerechtigkeit empfänglichen Natur“ (Melanchthon). Bildung im evangelischen Verständnis heißt: Menschen zu helfen, diese in sie gelegten Gaben zu entfalten (Comenius). Dabei soll jeder seine eigene Individualität entwickeln. Gleichzeitig bleibt der Mensch ein geschaffenes Wesen. Er sollte sich seiner Grenzen bewusst sein und lernen damit umzugehen. Das schließt Verantwortung vor Gott, Sensibilität für eigenes Versagen und Schuld, die Möglichkeit der Vergebung sowie Ehrfurcht vor der ganzen Schöpfung ein.